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1988 – 2016: 28 Jahre Badminton

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

Porta Westfalica im Februar 2016

Vergangenheit

Wie alles begann im TuS Barkhausen!

Ende 1987 kam der Mitbegründer der Badmintonabteilung, Friedhelm Schlötel, aus Köln zurück an die Porta. Während seiner Ausbildungszeit hatte er die Faszination des Badmintonspielens kennengelernt. Da wir zu dieser Zeit viel Sport zusammen ausübten, übertrug sich diese Faszination auch auf mich.
Im TuS gab es zwar Handball, Leichtatletik oder Faustball. Doch Badminton war zu der Zeit fast völlig unbekannt.
So beschlossen wir kurzerhand, eine neue Abteilung zu gründen.
Ab Januar 1988 hatte der TuS Porta Barkhausen daraufhin eine Bamintonabteilung. Der 1. Spartenleiter hieß Friedhelm Schlötel.
Am Anfang musste eine Menge organisatorische Arbeit geleistet werden:
Netze, Schläger und Bälle besorgen, die Barkhauser Halle komplett mit neuen Linien bekleben und auch Hallenzeiten erkämpfen.
Doch durch die großartige und auch großzügige Unterstützung des damaligen Vorstandes (W. Tyrock, S. Mattausch, K. Weihe) konnte Mitte 1988 der Spielbetrieb aufgenommen werden.
Anfangs noch als reiner Hobby- und Freizeitsport wurde der Federball
einmal wöchentlich über das Netz gedroschen.
Schnell entwickelte sich aber bei den damaligen Aktiven der Ehrgeiz, auch mal gegen Andere Badminton zu spielen. Kurzerhand wurde eine Mannschaft zusammengestellt. Durch die Meldung beim Landesverband konnte man an den Verbandsspielen teilnehmen.

Zur ersten Mannschaft gehörten damals:
Freidhelm Schlötel, Hans- Hermann Krey, Jörg Trandorf, Thomas Rimek, Jürgen Wenzel, Kordula Rimek und Ewalde Albers.

Die erste Saison war damals für die aktiven Spieler ziemlich bitter. Gerade mal mit den Regeln und den Grundarten der Schlagtechnik vertraut, kassierte man eine Niederlage nach der anderen. Aber am Ende der Saison waren sich alle Spieler einig weiter zu machen und in der nächsten Saison besser zu spielen.

Doch dann kam die Hiobsbotschaft vom Badminton Landesverband. Die Barkhauser Halle war zu klein und zu niedrig. Sie wurde für die Saison 1989/90 vom Verband nicht mehr zu gelassen. Für die zukünftigen Verbandsspiele hatte man plötzlich keine Halle mehr. Das schon fast aussichtslose Suchen nach einer neuen Halle kostete viel Zeit und Geduld. Schließlich konnte man die Sporthalle der Hauptschule Holzhausen Sonntagvormittag belegen, und die Weiterführung der Verbandsspiele war gesichert.

Der Badmintonboom Teil 1

In der Saison 1992/93 bekam der TuS mächtigen Zuwachs und es wurden erstmalig 2 Mannschaften für die Verbandsspiele gemeldet.
Beide Mannschften spielten im oberen Mittelfeld der 2. Kreisklasse
bzw. 1. Kreisklasse.

Badminton02

Mindener Tageblatt vom16.09.1992

Im März 1993 gehörte der TuS Porta Barkhausen zu den Gründungsvereinen der Badmintongemeinschaft des Kreises Minden- Lübbecke und Herford. Ziel dieser Gemeinschaft war und ist die bessere Zusammenarbeit der heimischen Badmintonvereine nicht nur der Senioren- sondern vor allen Dingen im Jugendbereich. Es wurden und werden verschiedene Jugendturniere organisiert, an denen auch Spieler und Spielerinnen des TuS teilnahmen. Von Ewalde Albers betreut und trainiert wurden die Barkhauser mehr als einmal Turniersieger. Natürlich wollten die Jugendlichen auch an Mannschaftsspielen teilnehmen und so wurde zur Saison 1993/94 die erste Jugendmannschaft gemeldet.
Zur Mannschaft gehörten damals: Astrid Rüter, Anna Lena Krückemeier,
Tina Nolting, Patrick Dieker, Malte Mogilka, Enrico Han- Voth, Jan Engels.
Der Badmintonboom hielt weiterhin an. In der Saison 1993/94 wurde erstmals eine 3. Mannschaft gemeldet und auch im Hobbybereich wuchs die Anzahl der Teilnehmer stetig.
Wieder gab es ein Hallenproblem, denn die Jugendlichen und Schüler wollten auch ihre Trainingszeit. Es gab damals nur die Möglichkeit, in eine kommerzielle Halle in Minden auszuweichen und so trainierten alle Mannschaftsspieler im Sportzentrum Falke und die Jugendlichen in Holzhausen.
Durch intensive Bemühungen von Spartenleiter und Vorstand gelang es dann 1995 eine feste Trainingszeit im Gymnasium Hausberge zu bekommen. Endlich konnten Hobby- Jugend- und Mannschaftsspieler gemeinsam trainieren und es wurde überlegt, eine 4. Mannschaft zu melden. Doch durch Abgänge und Verletzungen blieb es bei 3 Seniorenmannschaften und 1. Jugendmannschaft.

1996 kamen dann einige Jugendspieler in die Seniorenmannschaften.
Die Nachwuchsarbeit musste neu organisiert werden. Ewalde Albers stand aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung und Olaf Rüter erklärte sich bereit, diese nicht ganz einfache Arbeit zu übernehmen. Immerhin gab es zeitweise über 30 Kinder und Jugendliche beim Training.

Die Jugendmannschaft von 1996

Badminton03

Olaf Rüter (Trainer) Christoph Niemann, Tim Peterding, Alexander Schmeding, Markus Jacob, Stefanie Meier, Christina Brook, Tina Dorau, Ewalde Albers (Betreuerin

Der Badmintonboom Teil 2

Die Senioren profitierten natürlich durch die starken Jugendspieler. Es wurde ein Trainer gewonnen, der einen Trainerschein hatte und aktiv in der Landes- bzw. Verbandsliga spielte. Es gab erstmals 1996/97 den Aufstieg der 1. Mannschaft in die 2. Kreisliga. Mit dem Ziel, diese Klasse zu halten startete man in die Saison 1997/98. Doch durch die guten Trainingsmöglichkeiten und dem guten Spielerpotenzial schaffte die 1. Mannschaft den direkten Weiteraufstieg in die 1. Kreisliga.
Die 2. und 3. Mannschaft hatten das Pech, in der gleichen Staffel zu spielen. Verletzungsbedingt mussten auch noch Spieler der  3. Mannschaft an die 2. Mannschaft abgeben werden. Die 3. Mannschaft stieg demzufolge in die 2. Kreisklasse ab. Erstmalig spielten alle 3 Mannschaften in verschiedenen Klassen.

Badminton04

Bis zum Jahr 2000 wurde mal mehr mal weniger gut gespielt. Die 1. Mannschaft konnte durch ihre Spielstärke die 1. Kreisliga halten.
Die 2. und 3. Mannschaft spielten jeweils in ihrer Klasse im oberen Mittelfeld.
Der Anfang vom Ende

Nach über 12 Jahren aktiver Vereinsarbeit gab Jürgen Wenzel sein Amt als Spartenleiter 2000 ab. Dieter Pretzlaff übernahm diese Aufgabe. 2002 standen Stefan Korte (Senioren) und Olaf Rüter (Jugend) für dieses Amt zur Verfügung.
Ab 2003 übernahm dann Dirk Werner alleine die Badmintonabteilung.
Es waren kaum noch aktive Spieler beim Training. Die Teilnehmerzahl sank auf 4-6 aktive Spieler. Eine Hallenzeit war nicht mehr vertretbar.

Viele Jugendliche waren nun in dem Alter, in dem Studium und Beruf wichtiger waren. Neuen Nachwuchs gab es nicht mehr.

Das Ende

Im August 2004 wurde die Badmintonabteilung des TuS Porta Barkhausen ganz aufgelöst. Verbandsabgaben und sonstige Kosten waren vom Verein nicht mehr vertretbar.
16 Jahre Badmintonsport im TuS Porta Barkhausen waren Vergangenheit.

Der Neuanfang

2005 spielten einige Kinder und Jugendliche in der Barkhauser Sporthalle unter Aufsicht Federball. Jürgen Wenzel übernahm Ende 2005 diese Gruppe.
Anfangs kannte niemand weder die Regeln des Badmintonspielens noch irgenwelche Grundschlagarten.
Es begann ein mühsames Aufbauen einer neuen Jugendabteilung. Aber alle Spieler hatten Spaß und wollten nun endlich richtig Badminton spielen.
Nach nur einigen Monaten stieg die Teilnehmerzahl von ca. 10 Spielern auf 30.
Das leidige Problem Hallenzeit war plötzlich wieder da. Zwar konnte die Hallenzeit in Barkhausen auf zwei Gruppen verteilt werden, jedoch konnte für die fortgeschrittenen Spieler vorerst keine geeignete Halle gefunden werden.
2007 konnte dann endlich wieder in Holzhausen trainiert werden.
In Barkhausen blieben die „Kleinen“ und in Holzhausen die zukünftigen Mannschaftsspieler.
In den Jahren 2006 und 2007 wurde dann auch an verschiedenen Turnieren teilgenommen und es wurden  beachtliche Erfolge erzielt.
Aufgrund der guten Leistung entschieden sich die meisten Spieler und der Trainer, eine Jugendmannschaft für den TuS Porta Barkhausen in der Saison 2008/09 beim Landesverband zu melden. Eine neue Generation Badmintonspieler im TuS hatte sich gefunden.

Gegenwart

Badminton wird auch weiterhin im TuS Porta Barhausen gespielt. Die zweite Generation junger Spieler hat sich gefunden. Zurzeit trainieren ca. 10 bis 15 Kinder und Schüler Mittwoch in Lerbeck.
Seit 2014 bzw. 2015 wird das Training von 3 Jugend Spieler gestaltet. Alle 3 haben einen mehrwöchigen Lehrgang gemacht und sie haben den Trainer C Schein für Kinder und Jugendliche  abgeschlossen. Seit 2014 ist ein weiterer Übungsleiter dabei. Martin Brodziski kam vom MTV Minden zum TuS. 2016 übernahm er die Spatenleitung von Jürgen Wenzel, der nach 28 Jahren Vereinsarbeit die Badminton Abteilung in jüngere Hände übergab.

Als letzte Amtshandlung von Jürgen Wenzel wurde im Januar 2016 eine Hobby-Seniorengruppe gegründet. Die Übungszeit ist freitags von 19:30 bis 21:00 Uhr ebenfalls in Lerbeck. Aktuell sind zwischen 8 und 12 Teilnehmer am Trainieren. Das Motto ist: jeder kann, keiner muss.

In Zukunft wird auch weiterhin Badminton spielen nicht nur für Kinder und Jugendlichen im TuS Porta Barkhausen möglich sein.

Jürgen Wenzel

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